70 % der Top-Management-Positionen weltweit werden von Männern gehalten, obwohl Frauen vergleichbar oder sogar besser ausgebildet sind. Dieses Ungleichgewicht zeigt sich in vielen Studien.
Anlässlich des Weltfrauentages widmet sich deshalb das neue Demokratieprojekt „sichtbar“ dem Thema Benachteiligung von Frauen und Mädchen.
Stärke bewiesen
Acht Schülerinnen aus den Jahrgängen 7 bis 13 haben an dem Projekt teilgenommen, wichtige Themen aufgearbeitet und ihre Perspektiven und Erfahrungen eingebracht. Gerade bei diesem sehr persönlichen Thema, das oft mit Verletzungen oder Abwertungen einhergeht, ein Beweis ihrer Stärke.
Vielseitige Ausstellung
Insgesamt fokussierten sie drei Themenschwerpunkte: Privatsphäre, sexualisierte Gewalt und Zukunftsperspektiven. Herausgekommen ist eine eindrucksvolle Ausstellung, die im Foyer des SEKII Gebäudes besichtigt werden kann. Dabei gibt es allgemeine Informationen zum Thema, ganz individuelle Erfahrungsberichte, interaktive Aufgaben und aufrüttelnde Kunstinstallationen zu sehen.
Unterschiedliche Perspektiven
Im Acoustic Lab werden abwertende Äußerungen gezeigt und abgespielt, mit denen befragte Mädchen und Frauen bereits konfrontiert wurden. Viele weibliche Besucherinnen des Raumes bestätigen, dass sie genau so oder ähnlich ebenfalls schon behandelt wurden. Umso wichtiger, dass auch männliche Besucher den Raum auf sich wirken lassen und durch einen Perspektivwechsel erkennen, welche Wirkung "blöde Sprüche" haben können und welchen Kommentaren Frauen und Mädchen im Alltag ausgesetzt sind.
Aber auch junge Schüler:innen erleben eine ganz andere Sicht auf das Thema. Durch interaktive Übungen zum Thema Social Media oder auch der Darstellung eigener Zukunftsperspektiven, haben sie die Möglichkeit, Hürden im Frauen- und Mädchenalltag zu reflektieren.
Besonderes Engagement
Für ihr Engagement bedankten sich Frau Fakhir, Frau Janke und Frau Bauer bei Mila Afyon, Isabelle Deines, Esma Sever, Süeda Yilmazer, Nassima Boufarza, Biravina Jegathas, Sammanur Karaaslan und Christina Mitrovic .