An insgesamt vier Projekttagen haben elf Schüler:innen des 9. Jahrgangs am Projekt „Zweitzeugen und WDR-Stolpersteine“ in Verbindung mit dem Projekt Stolpersteine teilgenommen. Begleitet wurde das Projekt von Herrn Ostkamp und Herrn Ottenstroer.
Besonderer Blick auf den Bielefelder Raum
Das Projekt „Zweitzeugen“ verfolgt das Ziel, junge Menschen zu befähigen, die Geschichten von Zeitzeug:innen weiterzutragen und damit Verantwortung für eine lebendige Erinnerungskultur zu übernehmen. Im Mittelpunkt stand die Auseinandersetzung mit den Schicksalen von Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden – insbesondere Jüdinnen und Juden sowie Sinti und Sintizze im Bielefelder Raum.
„Ich fand es sehr schön, dass wir helfen konnten die Geschichten der Vergangenheit für die Zukunft leichter erreichbar zu machen und damit an Geschehnisse erinnert wird.“ - Leonie Müller (9b)
Zum Beitrag von Leonie, Xavier, Lucy und Jasten zum Stolperstein für Lotte Rosalie Friedmann.
Es wurde an verschiedenen Biographien mit dem Ziel gearbeitet, entweder eine Graphic-Story oder eine Text-Story für die WDR Stolpersteine-App zu erstellen. Im Verlauf der Projekttage entstanden dabei beeindruckende Ergebnisse, auf die alle Beteiligten stolz sein können.
„Mir hat an dem Projekt sehr gefallen, dass wir uns intensiv mit den Geschichten der Zeitzeugen auseinandersetzen konnten.“ - Alexandra Keller (9c)
Die Schüler:innen arbeiteten engagiert, sensibel und mit großem Verantwortungsbewusstsein. Mittlerweile sind die Ergebnisse auch in der Stolpersteine-App des WDR sichtbar und tragen damit über die Schule hinaus zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus bei.
Zum Beitrag von Alexandra, Angelina und Kimberley zum Stolperstein für Adalbert Weiß.
Besonders wertvoll war, dass die Jugendlichen Geschichte nicht nur im Unterricht behandelt, sondern konkret vor Ort und anhand realer Biografien erfahrbar gemacht haben. Das Projekt hat gezeigt, wie wichtig historisches Lernen, Empathie und aktives Erinnern für das gesellschaftliche Miteinander sind.
Das Projekt soll auch in Zukunft mit weiteren Gruppen weitergeführt werden. So sollen für alle Stolpersteine digitale Zwillinge erstellt werden mit weiteren Infos zum Leben der Menschen, für die der Stolperstein gelegt wurde. Wie hier beim Beitrag von Isabelle zum Stolperstein von Ruth Albersheim.
Eine Ausstellung der Projektergebnisse in der Schule ist bereits in Planung. Weitere Informationen dazu folgen in Kürze.