„Wenn ich da schon mitmache, dann aber auch richtig!“

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Viel Begeisterung und Anerkennung für unser fünftes mixed-abled Schultanzprojekt

Die Organisation unseres kleinen Jubiläums zum nun schon fünften mixed-abled Schultanzprojektes entwickelte sich anfänglich keinesfalls einfach. Umso leichter und schwungvoller gestalteten sich dafür die intensive Projektwoche und das tolle Ergebnis der Schüler*innen bei den beiden Performances.

 

Nicht nur die Finanzierung stand zunächst auf sehr wackeligen Beinen, auch fielen uns 2 Tage vor Beginn der Projektwoche gleich beide unserer langjährig eng verbundenen Choreographinnen, Gerda König und Gitta Roser von der DIN A 13 tanzcompany, aus gesundheitlichen Gründen aus.
Zum Glück konnten wir kurzfristig den Choreographen und Tänzer Paolo Fossa für uns gewinnen. Er ist ehemaliges Mitglied des Tanzensembles des Theaters in Bielefeld und arbeitet seit Jahren mit der Din A 13 company zusammen.
Hinzu kamen in diesem Jahr 14 sehr aufgeschlossene und kreative Schüler*innen aus der Albatros-Schule und der Gesamtschule Rosenhöhe aus dem 9. JG, die sich vom ersten Tag an sehr entspannt und selbstverständlich auf die Begegnung miteinander und den Prozess des mixed-abled Tanzes einließen. Das war eine tolle Woche, an dessen Ende zwei wirklich schöne und nahezu beschwingte Performances im DansArt Theater auf die Bühne gebracht werden konnten.

In der Nachbesprechung mit dem Publikum konnten Fragen zur Arbeitsweise, zur inhaltlichen Entwicklung des diesjährigen Themas „IN-OUT“ und zur persönlichen Motivation der Tänzer*innen geklärt werden. Eine sehr berührende und evtl. für einige Zuschauer*innen ebenso befremdliche Stelle im Stück war, als sich ein Rollstuhlfahrer mit viel Krafteinsatz auf die Erde begab, um seiner Mittänzerin eine Rose zu überreichen.
Natans Kommentar in der Nachbesprechung zu dieser Szene erklärt und fasst das, nicht nur körperliche, Engagement der Schüler*innen hier gut zusammen:

„Wenn ich schon mitmache, dann aber auch richtig, dann soll es sich auch lohnen!“

Viele Mitschüler*inne, Lehrer*innen, Eltern und ebenso die Bezirksbürgermeisterin Fr. Kopp-Herr, die zum Jubiläum gekommen war, uns gratulierte und sehr anerkennende Worte fand, konnten wir so mit unserer Idee, dem tollen Engagement der Schüler*innen und der guten Atmosphäre anstecken.

Mit Rückenwind trafen sich alle Tänzer*innen des Projektes gleich in der Woche darauf zu einem ersten Nachtreffen mit gemeinsamen Pizzaessen und Theatergang ins Stadttheater zur Inszenierung „Woher wir kommen“. Hier konnten wir sehen, wie die Profis vom Tanztheater ein biografisches Thema in Tanz umsetzten. Das war super!

In der Woche vor den Sommerferien besuchten die Schüler*innen aus der Rosenhöhe bei einem erneuten Treffen die Albatros-Schule. Es war interessant, wie und in welchen Räumen dort gearbeitet wird. Besonders gut gefallen hat den Rosenhöher*innen der sehr helle weiße Ruheraum, in den man sich zurückziehen kann, auch, wenn man einmal traurig ist.
Traurig waren wir an diesem Tag aber keinesfalls, da alle nach dem gemeinsamen Rollstuhlsport die mit Spannung erwartete Video-Aufnahme der Tanz Performance endlich selbst sehen konnten ansehen konnten.

Die gesamte Aufnahme wäre zu groß für die Homepage, aber unter dem folgenden Link gibt es einen Kurztrailer zur diesjährigen Aufführung „IN-OUT II“:

Wir bedanken uns bei unseren engagierten Tänzer*innen, dem Technik-Team der GE Rosenhöhe, bei unseren Kolleg*innen für die Unterstützung und natürlich bei unseren diesjährigen Sponsoren, ohne die wir das Projekt nicht hätten durchführen können:

Förderverein der

Albatros-Schule

Förderverein der

Gesamtschule Rosenhöhe

Wir hoffen Ihr und Sie sind auch beim nächsten Mal wieder dabei!
Wir freuen uns jetzt schon auf unser sechstes Tanzprojekt, vermutlich nach den Osterferien 2020.

Annette Sandhaus
für das gesamte Organisation- und Choreograph*innen-Team