Streitschlichtung und Paten

Im Schuljahr 2020/21 ist die hier beschriebene Art der Durchführung von Projekttagen leider coronabedingt nicht möglich. Nach Lösungsmöglichkeiten wird gesucht.

Unser Konzept ist es, allen Schüler*innen der Gesamtschule Rosenhöhe das Prinzip der Streitschlichtung, das dem Prinzip der Mediation entspricht, nahe zu bringen.

Ziel ist es, Schüler*innen gewaltfreie Konfliktlösungen zu ermöglichen und sie für die eigene Verantwortung und eine harmonische Schulatmosphäre zu sensibilisieren. Dadurch gestalten sie selbst das Zusammenleben an der Schule friedlich und harmonisch.

Im 5. Schuljahr lernen die Schüler*innen an einem Projekttag auf spielerische Weise, wie Konflikte entstehen und dass neutrale Streitschlichter*innen ihnen bei einem Konflikt helfen können. Jede Klasse hat zu diesem Thema einen Projekttag außerhalb der Schule. Wir nutzen dazu die Räume des Jugendzentrums „Luna“ in Sennestadt. Dies gilt auch für die Projekttage im 9. Schuljahr.

Im 9. Schuljahr lernen die Schüler*innen Ursachen von Konflikten, Kommunikationstechniken und Prinzipien der Streitschlichtung kennen und probieren sie aus. Interessierte und geeignete Schüler*innen beschäftigen sich an einem zweiten Ausbildungstag vertiefend mit dem Ablauf einer Streitschlichtung und erproben die Rolle eines Streitschlichters.

Aus dieser Runde entsteht die Streitschlichter- und Paten AG. Die Schüler*innen entscheiden sich, für 1 Jahr (2. Halbjahr in Klasse 9; 1.Halbjahr in Klasse 10) diese Funktionen zu übernehmen und werden in der Streitschlichter- und Paten-AG begleitet. In den letzten Jahren haben die Streitschlichter*innen eine zusätzliche und wichtige Aufgabe bekommen: Sie erleichtern den 5. Klässlern, jeweils ihren Patenklassen, den Einstieg in die Gesamtschule Rosenhöhe. Gleichzeitig engagieren sie sich bei den Projekttagen zur Streitschlichtung im Jahrgang 5 und 9.

Am Ende ihrer Tätigkeit erhalten sie ein Zertifikat über ihre Tätigkeit.

Seit 1999 wird an der Gesamtschule Rosenhöhe das Streitschlichterprojekt fortlaufend weiterentwickelt: initiiert und installiert wurde es von einem kleinen Team mit der Sozialarbeiterin Frau Rohrbach und drei Kolleg*innen. Mittlerweile betreut ein Team von ca. 10 Kolleg*innen an verschiedenen Tagen die Projekttage.