Porzellan ist eine Diva!!!

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Die 7A als KulturScouts OWL in der Porzellanmanufaktur in Fürstenberg

DER WEG
Leon, Lisa

Wir, die Klasse 7A waren am Do., den 01.02.2018, dem Tag vor den Zeugnissen, pünktlich morgens um 8:00 Uhr an der Bushaltestelle, aber der Bus kam nicht. Der Busfahrer stand im Stau, wie er später berichtete. Als der Bus endlich ankam, stiegen wir hastig ein. Die Lehrerinnen hatten uns erlaubt Musik zu hören. Weil es früh am Morgen war, haben sich viele Kinder noch etwas ausgeruht und geschlafen, #vielleicht nur eine Person… .
Der mit 1 ½ Stunden geplante Anfahrtsweg dauerte am Ende gute 2 ½ Stunden, da es zu einer weiteren Verzögerung kam. Kurz vor unserem Ziel war die Brücke über die Weser geschlossen. Der Busfahrer hat dann den Postboten nach dem Weg gefragt und so fanden wir am Ende noch Fürstenberg.

Fürstenberg ist ein sehr kleines Dorf und liegt auf einem kleinen Hügel über der Weser. Von dem schön renovierten alten Schloss, in dem jetzt das Porzellanmuseum ist, hat man einen tollen Blick über die Weser. Ansonsten gibt es in dem Dorf die sehr alte Manufaktur (die zweitälteste in Deutschland) und einen schicken Laden in dem man Porzellan einkaufen kann.

Präsentation: “Porzellan ist eine Diva!“
Nach Entwurf Cuma, Arda

Wir mussten schnell reingehen, unsere Jacken ausziehen und los ging es auch schon mit einer Miniführung und Präsentation zur Arbeit mit Porzellan. Von der großen Ausstellung mit dem alten Porzellan konnten wir uns nichts mehr anschauen, da wir viel zu spät waren. Das fanden einige nicht ganz so schlimm. Aber es wäre schon cool gewesen kurz durch die tollen Räume zu gehen, auch, weil wir das Schloss an dem Tag ganz für uns hatten. Erfahren haben wir aber dennoch etwas über die Zutaten von Porzellan und wie diese verarbeitet werden. Die Zutaten sind:
Quarz, Feldspat und Kaolin.

Sie haben uns auch gezeigt, wie man aus Porzellanflüssigkeit etwas in eine Form gießen kann oder wie aus Porzellanmasse ein Teller gemacht wird.

Aber wir hatten wenig Zeit für Erklärungen, da wir selbst noch mit dem Material arbeiten wollten.
Eines wurde aber in der Schnellpräsentation ganz deutlich: Porzellan ist ein sehr empfindliches Material. Deshalb sagte der Herr auch „Porzellan ist eine Diva“, „es vergisst nie“, ob es gut verarbeitete ist oder nicht. Falls nicht, geht es später viel schneller kaputt. Ihr müsst euch das ein wenig so vorstellen wie das Arbeiten mit Ton, nur noch viel feiner. Porzellan wird auch, genau wie Ton, bei 1000 Grad in einem Ofen gebrannt. Danach kann man es noch bemalen und die Bemalung muss dann nochmals bei 1400 Grad im Ofen gebrannt werden, damit sie hält.
Einen Henkel an einer Tasse befestigen…

Und dann ging es los damit, selbst mit dem divahaften Porzellan zu arbeiten.

Zunächst haben wir versucht mit flüssigem „Dekorschlicker“ einen Henkel an eine noch nicht gebrannte Porzellantasse zu befestigen.

Die Challenge: „Körbchen stechen“
Zehra, Savvina Lena

Danach haben wir Körbchen bekommen, die auch noch nicht gebrannt, also noch nicht fest waren. Wir haben eine 15 Minuten Herausforderung daraus gemacht. Und zwar haben wir uns in mehrere Gruppen aufgeteilt und bekamen pro Gruppe ein Skalpell (ein Skalpell ist eine Art scharfes Messer) und natürlich das Körbchen aus Porzellanmasse. Unsere Aufgabe war es, saubere Löcher mit dem Skalpell in das Körbchen zu schneiden. Das Ausgeschnittene sollte zunächst noch dran bleiben, weil die Stabilität sonst nicht mehr so stark sei und das Körbchen zusammen brechen könnte. Als die 15 Minuten vorbei waren, wurden die Körbchen von den Mitarbeitern eingesammelt. Anschließend wurde geguckt, welches Körbchen am besten war. Hintergrund war, dass auch die Lehrlinge in der Manufaktur nur 15 Min Zeit haben um ein Körbchen ordentlich fertig zu stellen.

Teller bemalen
Veronika, Laura, Vanessa und Nina

Am Ende des Ausflugs haben wir Teller bemalt. Die Farben erinnerten uns an den Wasserfarbkasten aus der Schule. Jeder bekam einen Teller, zwei Pinsel, einen Kohlestift zum Vorzeichnen, Wasser und die Farben. Die meisten von uns hatten verschiedene Muster und Formen im Kunstunterricht vorbereitet, zum Beispiel Blumen oder Initialen oder andere Muster oder Embleme, die ihnen wichtig sind.
An jedem Tisch gab es Farben. (Violett, Rot, Gelb, Blau, Weiß, Schwarz, Grün und Braun). Falls man sich vermalte, konnte man es ganz leicht mit einem Tuch weg wischen.

Am Ende hatte jeder einen Teller bemalt. Alle Teller waren schön und alle ganz unterschiedlich. Wir haben die Teller dort gelassen damit sie noch das zweite Mal bei 1400 Grad gebrannt werden können. Sie werden uns dann später zur Schule gebracht, welch ein Service.

Es hat sehr viel Spaß gemacht und die beiden Herren, die uns alles erklärt haben waren auch voll ok.
Wenn ihr mehr über die zweitälteste Porzellanmanufaktur in Deutschland wissen wollt, schaut doch einmal auf unserer Schulhomepage den Bericht unserer Vorgänger*innen unter dem Titel „Porzellan, das weiße Gold“ nach.
Bis zum nächsten Mal. Da können wir euch hoffentlich etwas über das Werburg-Museum-Spenge und über Ausgrabungen berichten.

Eure Klasse 7A mit Fr. Dierks und Fr. Sandhaus