Mit Schaufel, Pinsel und Kleber – auf den Spuren von Archäologen im Werburg Museum in Spenge

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Die 7A der GE Rosenhöhe als KulturScouts OWL am 02.07.2018

Die Hinfahrt, so kommt ihr nach Spenge

Am 02.07.2018 machte die Klasse 7a einen Ausflug zum Werburg Museum in Spenge. Am Treffpunkt morgens an der Bahnhaltestelle Rosenhöhe waren alle ganz aufgeregt.

Zunächst fuhren wir mit der Linie 1 bis zum Rathaus und stiegen dort in die Linie 3, um nach Babenhausen Süd zur Endhaltestelle zu kommen. Danach ging es mit Bus Nummer 56  weiter und an der Haltestelle Spenge Rathaus und wir waren wir fast an unserem Ziel. Nach einem kurzen Spaziergang von ca. 5 -10 Minuten kamen wir dann an.

 

Der Burgaufbau

von Mohamed, Nils, Dimitri

Als erstes fiel uns das große Herrenhaus auf. Es war das Aufmerksamkeit erregendste Gebäude der gesamten Anlage. Wir fanden es sehr schön. Es wurde im 16. Jahrhundert auf einem Eichenrostfundament erbaut. Vermutlich 1717 wurde es umgebaut und erhielt das bis heute erhaltene alte Aussehen. Das stark baufällige Gebäude wurde in den Jahren 2004 bis 2008 restauriert und beherbergt heute das Werburg-Museum in Spenge.

Das kleinere Torhaus wurde 1596 errichtet. Aufgefallen sind uns der vielfältige Gebäudeschmuck und die gut erhaltenen Wappen. An der Frontseite des Gebäudes befindet sich noch das Original-Pappelholztor aus dem 16. Jahrhundert, das sah auch ganz schön alt aus.

Die Fachwerkscheune aus dem 19. Jahrhundert wurde bereits in den 1980er Jahren saniert. Für 2018/2019 sind weitere Baumaßnahmen vorgesehen.

Wir hielten uns in der lagen Pause auf dem Rasen zwischen den Gebäuden auf, picknickten und schauten sie uns genauer an.

 

Unser Tag im Museum – die drei Challenges und ein Rundgang

von Jamila, Mahija, Savvina, Nilhab, Laura und Veronika

 

Der Rundgang

Als wir in Spenge an der Werburg angekommen waren, wurden wir herzlich begrüßt. Wir begannen mit einem Rundgang durch das Museum. Es wurden uns die verschiedenen Ausstellungsstücke gezeigt, die aus dem Mittelalter stammen und auf der Werburg gefunden wurden. Es war spannend die Räume zu besichtigen. Wir durften alles anfassen bis auf die Gegenstände in den Vitrinen. Außerdem durften wir zu allem so viele Fragen stellen wie wir wollten.

 

Die drei Challenges:

Die archäologische Ausgrabung

Nach ungefähr einer halben Stunde wurden wir in drei Gruppen eingeteilt, die drei verschiedene Farben hatten: rot, blau und grün.  Es waren jeweils 7 Leute in einer Gruppe. Jede Gruppe hatte eine andere Station. Unsere erste Station war die archäologische Ausgrabung. Unsere Aufgabe an dieser Station war es, in dem Raum, in dem der Boden mit Sand bedeckt war, Gegenstände auszugraben. Wir hatten verschiedene Schaufeln und andere Gegenstände zum Ausgraben. Anschließend konnten wir die Fundstücke mit Hilfe eines Katalogs zuordnen und herausfinden, um welche Gegenstände es sich handelte. Hierzu konnten wir in einen Raum gehen, in dem viele Schubladen mit Zahlen von 1-10 waren. Wir mussten alle Schubladen durchsuchen, bis wir die passende Schublade zu unseren Gegenstand gefunden hatten. Als wir die passende Schublade gefunden hatten, mussten wir ein Protokoll  mit Fragen zum Gegenstand ausfüllen.

  

Repliken suchen

                   

Bei der zweiten Station konnten wir Repliken suchen. Repliken sind nachgemachte Gegenstände, die zwar wie die Originale aussehen, aber keine sind. Eine Replik war z.b eine Kanonenkugel. Die wurde aus Modelliermasse nachgemacht. Sie war rund und grau. Die echte Kanonenkugel war hingegen aus Sandstein gemacht.

Wir mussten die Repliken in dem ganzen Museum der Werburg suchen und Informationen herausfinden,z.b aus welchem Jahrhundert sie kommen, wie die Form und aus welchem Material sie sind.

 

Ein Gefäß restaurieren

An der dritten Station mussten wir ein kaputtes Gefäß wieder zusammensetzen. Mit einer fertig zusammengesetzten Replik als Vorbild, Kreppband und nachgemachten Scherben bewaffnet machten wir uns ans Werk. Das war wirklich nicht leicht, aber obwohl es schwierig war, hat unsere starke Klasse 7a es tatsächlich geschafft, wer hätte das gedacht ;-).

 

Das waren auch nur Kinder – Was wir alles gelernt haben

Wozu braucht man Ausgrabungen?

von Daniel und Fatlind

Ausgrabungen braucht man, um alte Sachen zu finden und so etwas über die Vergangenheit heraus zu finden. Man konnte auf der Anlage der Werburg zum Beispiel alte Tassen und alte Steine finden. Außerdem hat man auch alte Flaschen gefunden und dadurch hat man erfahren, das Mineralwasser aus anderen Ländern geholt wurde.

Viele der schönen Aufnahmen hat übrigens dieses Mal Nina gemacht:

 

Mineralwasser früher

Von  Aaliyah & Lisa  am 13.07.18

Früher war Mineralwasser teurer als heute. Denn heute hat man verschiedene Geräte um Kohlensäure und Minerlastoffe zu produzieren, die dann ins Wasser kommen, aber früher musste man es anders machen. Man braucht ein Quelle. Und zwar ist die sogenannte Quelle vom Mineralwasser, der Sauerbrunnen oder das Sauerwasser. Das Wasser wurde gefiltert und musste danach lediglich abgefüllt werden. Das Mineralwasser wurde immer in eine Glasflasche gefüllt, da sie noch keine Plastikflaschen hatten. Die Glasflaschen nannte man früher Gefäße. Fast jeder, oder so gut wie jeder hat aus diesen Gefäßen getrunken oder das Wasser in Trinkbecher gefüllt.

Die Menschen brauchten das Mineralwasser, weil das andere Wasser z.B. in Wassergräben verschmutzt war, da die Burgbewohner immer ihren Müll in dwn Wassergräben entsorgt haben. So wurde das Wasser aus geeigneten Quellen von weit hergeholt, was sehr umständlich war.

 

Spielzeuge aus dem Mittelalter

Von Lena und Zehra

Viele Spielzeuge, die wir heute noch kennen, haben auch schon Kinder im Mittelalter benutzt, das weiß man, da man die Spielzeuge auf dem Gelände der Werburg bei Ausgrabungen gefunden hat.

 

„Löffel mit Ei“

Dieses „Spielzeug“ bestand aus zwei Gegenständen, einem Löffel und einem (Hühner-) Ei. Die Aufgabe war, dass das Ei auf dem Löffel bleibt, während man läuft/geht oder sich anders fortbewegt. Das Spiel hat sich bis heute als Eierlauf erhalten

 

„Kendama“

Dieser Gegenstand war und ist heute noch ein Geschicklichkeitsspiel. Er bestand damals aus einem kleinen Ball, der mit einer Schnur an einem Stiel/Stock befestigt war. Dieser Stock/Stiel hatte an einem Ende zwei kleine Holzbecher, die in zwei verschiedene Richtungen guckte. Die Aufgabe war es, dass man den Ball nach oben wirft und mit einem der Becher auffängt.

Gar nicht so leicht können wir euch sagen.

 

„Tic Tac Toe Spiel“

Das Spiel bestand damals aus einem Brett mit einem Karomuster eingeschnitzt (insgesamt waren es neun Kästchen) und sechs Steine. Die zwei Spieler bekamen jeweils drei Steine und die Aufgabe war es, dass man entweder die Steine diagonal, senkrecht oder waagerecht legt, so dass es eine Art Linie entsteht. Der Spieler, der zuerst eine Linie gelegt hat, hat gewonnen.

 

Der Schlittknochen

Von: Nina und Vanessa

Der Schlittknochen ist ein einfacher Knochen, hat aber eine besondere Verwendung. Wenn im Winter der Wassergraben um die Burg gefroren war, nahm man die Schlittknochen und schnallte sie sich unter die Schuhe. Das funktionierte, da in die Knochen zwei kleine Löcher hinein gemacht wurden. Durch die fädelte man dann eine Schnur und befestigte sie am Schuh. Dann konnte man einfach direkt vor der Tür Schlittschuhlaufen.

 

Mit der Schweineblase Fußball spielen

Die Schweineblasen wurden früher gewaschen und getrocknet. Dann wurden die als Bälle benutzt. Vor allem im Winter konnten sich die Kinder auf Schweineblasen freuen, weil viele Schweine im Winter geschlachtet wurden. Dann benutzen schon die Kinder im Mittelalter die Bälle, um z.B. Fußball oder eine Form von Handball oder Basketball zu spielen.

 

Das war unser Tag im Werburg Museum Spenge. Nicht ganz, denn in der Pause gab es noch ein Eis vom Supermarkt, Fußball spielen, quatschen und Besuch von Hundewelpen. Wir hatten eine Menge Spaß und haben viel gelernt! Ein Besuch lohnt sich!

 

Bis zum nächsten Mal, eure Klasse 7A mit Fr. Dierks und Fr. Sandhaus,

 am 2.7. – kurz vor den Sommerferien.