Seit Platon und Aristoteles gilt, dass die Philosophie mit dem Fraglichwerden von Selbstverständlichem beginnt. Mit dem Staunen beginnt die Selbsttätigkeit des Denkens. Ein solcher Denkvollzug ist für die Selbstfindung unerlässlich. Damit ist philosophisches Denken auch immer Selbstdenken. Als Selbstdenken ist es argumentativ und überschreitet deshalb die bloße Meinung. Um tatsächlich selbstständig zu werden, muss das Denken geschult sein, sich also mit philosophischen Texten auseinandersetzen. Deren Kenntnisnahme im Sinne eines bloß historischen Wissens reicht aber ebenfalls nicht aus, vielmehr ist die Kenntnis der philosophischen Tradition nicht mehr, aber auch nicht weniger als die Voraussetzung einer rationalen Erkenntnis aus Prinzipien. Damit wird die Phiolosophiegeschichte zum Übungsplatz philosophischer Erkenntnis. Die Aneignung von und die Auseinandersetzung mit der Philosophie ist insofern Denkschulung, sowohl in ihrer historisch-inhaltlichen Bedeutung als auch im systematisch-methodischen Sinne.  (nach: Richtlinien Philosophie 1999, S. 6)

Übersicht über die Kursthemen:

Kurs Thema Erläuterung

EF

1

Einführung in die Philosophie Ausgehend vom Erfahrungs- und Interessenhorizont der Schülerinnen und Schüler werden Teilbereiche aus Themen der Folgekurse behandelt um die Besonderheiten der philosophischen Problemstellungen und des philosophischen Denkens zu verdeutlichen.

EF

2

Probleme der Bestimmung des Menschen (Philosophische Anthropologie) In diesem Kurs rückt der Mensch ins Zentrum der philosophischen Fragestellungen. Seine Rolle als kulturbestimmendes und kulturbestimmtes Wesen rückt dabei ebenso in den Blick wie die als Naturwesen sowie als erkennendes und denkendes Wesen.
Q 1.1 Probleme des menschlichen Handelns (Ethik) Die Ethik behandelt die Frage nach den obersten Zwecken, Normen, Werten und Prinzipien des Handelns. Sie sucht nach Begründungen und Rechtfertigungen sittlich-praktischen Handelns. Ebenso werden in diesem Kurs konkrete Fallbeispiele auf ihre ethische Bewertung hin überprüft und die Frage nach der Entscheidungsfreiheit gestellt.
Q 1.2 Probleme von Politik, Recht, Staat und Gesellschaft (Rechts- und Staatsphilosophie) Die Begründung, Rechtfertigung und kritische Analyse von politischen Ordnungen ist das zentrale Thema der Staatsphilosophie. Verhältnis von Individuum, Gesellschaft und Staat wird beleuchtet.

Q

2

Probleme von Metaphysik und Ontologie und/oder  Probleme der Wissenschaft (Wissenschaftstheorie) und/oder Probleme der Erkenntnis (Erkenntnistheorie) In der Qualifikationsphase II (Jg. 13) stehen verschiedene philosophische Fragenkomplexe zur Auswahl. Je nach Kursgegebenheit können auch Themen der Natur-, Sprach-, Kunst- oder Religionsphilosophie sowie der Logik thematisiert werden.

vgl. Richtlinien Philosophie 1999, S. 17-20

Termine

Nov
20

Mo. 20.11. 09.00 - 12.00
Elternsprechtag

Nov
20

Mo. 20.11. 16.00 - 19.00
Elternsprechtag

Nov
24

Fr. 24.11. 10.45 - 12.50
Vorlesewettbewerb JG 6

Nov
27

Mo. 27.11. - Do. 30.11.
Streitschlichterprojekt JG 9

Nov
30

Do. 30.11.
Beginn der 2. Klausurphase

Nov
30

Do. 30.11.
Schnuppertag Grundschulen

Dez
1

Fr. 1.12. 16.00 - 18.00
Tag der offenen Tür

Dez
4

Mo. 4.12.
Ausbildungstag Streitschlichter JG 9