Die Q2 in Köln – Kultur und Sonnenschein

Allgemein, News

Bei schönstem Sonnenschein machte sich ein großer Teil der Q2 zwei Wochen vor dem letzten Unterrichtstag auf zu einem Tagesausflug nach Köln, begleitet von ihrer Jahrgangsleitung Herrn San Miguel und Frau Löwenstein sowie von Herrn Wilmsmeyer.
Corona hatte die Fahrten nach Weimar und Barcelona verhindert – so sollte dieser Ausflug wenigstens ein klitzekleiner Ausgleich sein.
In Fünfergruppen mit dem NRW-Ticket ging es morgens nach dem obligatorischen Testen im Nahverkehrszug los.
Vor Ort strömte die Gruppe zunächst in den Dom, der sie direkt am Bahnhof schon so imposant begrüßte.

Weitere kulturelle Bildung erfuhren die Schüler:innen beim Besuch des Museums Ludwig. Nicht nur der Kunst LK verschaffte sich hier einen Eindruck von moderner Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.

Mit der historischen Vergangenheit der NS-Zeit wurden die Schüler:innen im EL-DE-Haus konfrontiert. Damals war das Haus die Gestapozentrale für einen Teil des Rheinlands. Seit den 80er Jahren ist es sowohl ein Dokumentationszentrum für die Kölner NS-Vergangenheit als auch eine Gedenkstätte für NS-Opfer. Durch die Führungen bekamen die Schüler:innen einen tiefen Einblick in viele Ereignisse und Hintergründe der Zeit. Die Gefängniszellen, in denen die Insassen tage-, wochen- und monatelang eingepfercht auf ihre Verhöre und häufig auch auf ihre Hinrichtung warten mussten, beeindruckten stärker, als es ein Quellentext in der Schule womöglich vermag. Die Inschriften an den Wänden der Zellen von den Gefangenen hinterlassen erzählen viel Leid, das nicht vergessen werden darf.

Dass es auch aktuell politische Situationen gibt, zu denen man Stellung beziehen sollte, zeigte an diesem Tag das Benefizkonzert „Peace please“ für die Ukraine auf dem Heumarkt. Hier konnten die Abiturient:innen Kölner Kulturgut in R(h)einform kennenlernen: Brings, Paveier, Fiasko und Mitglieder der Band Bläck Fööss sangen und setzten somit ein Zeichen für Frieden. Der Praxisbezug zur Abiturvorbereitung im Fach Deutsch zum Thema „Sprachvarietäten – Dialekte“ lag bei den in Kölsch gesungen Liedern auf der Hand.

Die freie Zeit nutzten die Schüler:innen aber zum Beispiel auch zum Besuch der „weltbesten Dönerbude“ oder zum Chillen am Rhein. Neben dem Kölner Dom besuchten einige interessierte Schüler:innen ein weiteres sakrales Gebäude in Köln: die Zentralmoschee in Köln Ehrenfeld. Begeistert berichteten sie von ihrem Abstecher und auch von dem architektonisch schönem Bau und Innenraum.

Gegen 20 Uhr ging es für die Schüler:innen der Q2 und ihre begleitenden Lehrer:innen wieder im Nahverkehr Richtung Bielefeld. Drei Stunden hin und drei Stunden zurück machen deutlich: Auch der Weg ist an diesem sehr gelungenen, sonnigen Tag das Ziel!